Nach mehr als 30 Jahren wieder eine Erhebung der Holzerntekapazität in Österreich

Den ersten Überblick über den Stand der Mechanisierung schufen Erhebungen der FBVA 1965 und des Österreichischen Statistischen Zentralamtes 1970. In der Folge führte die Forstliche Bundesversuchsanstalt alle 5 Jahre vergleichbare forsttechnische Erhebungen in Form einer schriftlichen Befragung aller österreichischen Forstbetriebe, Agrargemeinschaften etc. mit einer Waldfläche von über 200 ha durch. Zum letzten Mal wurde die forsttechnische Erhebung 1986 – erstmals unter Einbeziehung der gewerblichen Forstunternehmen - durchgeführt.

In den 34 Jahren seit dieser Erhebung hat sich die Technik stark verändert und der Anteil der gewerblichen Forstunternehmen an  der Holzernte stieg massiv. Während die Holzeinschlagsstatistik 1980 nur 3,4 Mio. Fm als „Fremdwerbung“ auswies, ist dieser Anteil in den letzten Jahren mit 8 bis 10 Mio. FM auf mehr als die Hälfte des Gesamteinschlages gestiegen.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) hat nun das BFW im Rahmen eines Forschungsprojektes beauftragt, die Mechanisierung bzw. die Holzerntekapazität 2020 wieder zu erheben und eine entsprechende Datenbank einzurichten.

Datenschutz uns wichtig!

Das BFW ist sich seiner Datenverantwortung überaus bewusst. Bedingt durch die Erhebungsmethodik ist die Erfassung der Daten mit Namen und Adresse des jeweiligen Betriebes notwendig.

 Aber die erhobenen Daten unterliegen einer strengen Geheimhaltungspflicht. Die statistischen Auswertungen und entsprechenden Veröffentlichungen erfolgen ausschließlich in vollkommen anonymisierter Form zusammengefasst in größeren Auswertungseinheiten.

Datenauswertung

Die so erhobenen Daten werden in einer Datenbank erfasst, die eine anonymisierte Abfrage nach verschiedenen regionalen Einheiten und forsttechnischen Kriterien ermöglicht. Der Zugriff auf die Daten einzelner Unternehmen ist in dieser Datenbank nicht möglich!

 Aber es gibt ein

Sensationelles Zusatzangebot: „Die Forstunternehmer Datenbank“!

Im Rahmen der Erhebung wird gewerblichen Forstunternehmen auch die kostenlose Möglichkeit angeboten, ihre Leistungen in einer öffentlich zugänglichen Abfragedatenbank zu präsentieren. Voraussetzung dafür ist natürlich die ausdrückliche schriftliche Zustimmung und die Abstimmung der Inhalte die zu dem jeweiligen Unternehmen veröffentlicht werden sollen. Die Aktualisierung der individuellen Daten wird mit einem geschützten Zugang direkt möglich sein.

Diese öffentlich zugängliche Datenbank soll – im Gegensatz zur statistischen Datenbank -  Nachfrage und Angebot zusammenführen! Waldbesitzern wird damit ermöglicht, nach geografischen und sachlichen Kriterien gezielt Forstunternehmen zu finden, die in der Lage sind,

  • in einer bestimmten Region
  • nach bestimmten Verfahren
  • mit bestimmten Maschinentypen
  • in einem bestimmten Umfang
  • in einem bestimmten Zeitraum
  • bestimmte forstliche Arbeiten

auszuführen.

Andererseits können Forstunternehmen auf dieser Plattform ihre freien Kapazitäten öffentlich „ausstellen“ und damit eine bessere Auslastung ihres Unternehmens erreichen.

Derzeit finden Waldbesitzer zusätzliche Forstunternehmer bzw. Arbeitskapazitäten nur über eigene Netzwerke (Mundpropaganda). Rechtzeitige Durchforstung ist ein wesentlicher Baustein bei den Bemühungen der Waldbewirtschafter, klimafitte Wälder zu erreichen. Oft scheitern die Bemühungen aber am Fehlen leicht zugänglicher Informationen über verfügbare Arbeitskapazitäten, da es keine brauchbaren Daten zu den in Österreich verfügbaren Forstunternehmen, Forstmaschinen und freien Holzerntekapazitäten gibt.

Forstbetriebe und Forstunternehmen erhalten demnächst Post

Start der Erhebung im März 2020

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen. Der Start der Erhebung ist für den März des Jahres 2020 geplant.

Wie schon in der Vergangenheit, wird die Erhebung der notwendigen Daten bei gewerblichen Forstunternehmen und größeren Forstbetrieben (> 200 ha) mittels Erhebungsbögen durchgeführt. Die mit Rücksendekuvert zugesandten Erhebungsbögen können per Post oder auch per Email an das BFW übermittelt werden. Geplant ist auch ein Formular, das online ausgefüllt werden kann.

Besonders Eifrige können bereits jetzt die Erhebungsbögen unter http://www.fasttraunkirchen.at/index.php/fachbereich-forsttechnik/erhebung-2020  herunterladen und per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! übermitteln.

Das Erhebungs-Team des BFW freut sich auf rasche Datenübermittlung und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten - Für einen gesunden Wald und für das Wohl der mit dem Wald

Kontakt:

Bundesforschungszentrum für Wald
Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen
Forstpark 1
4801 Traunkirchen

Tel.: +43-(0)7617/21444
Fax: +43-(0)7617/21444-391
E-mail: fasttraunkirchen@bfw.gv.at
http://www.fasttraunkirchen.at

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